Hainbronner Schützen auf Spuren von Jules Verne

Da hätte selbst Jules Verne gestaunt, als er sein Buch „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ schrieb: Ganz so weit ins Erdinnere geht die Kontinentale Tiefbohrung im nahen Windischeschenbach zwar nicht, immerhin fraßen sich die Bohrköpfe aber in 9101 Meter Tiefe.
Jetzt besichtigten der Schützenverein Hainbronn und die Dorfgemeinschaft den 83 Meter hohen Bohrturm.Das 1300 Tonnen schwere Stahlungetüm ist die größte Landbohranlage, das Bohrloch noch immer das tiefste (zugängliche) Loch der Welt. Als EXPO-2000-Projekt bleibt das Forschungsdenkmal in seiner mächtigen Form daher weiter erhalten, zumal hier die Nahtstelle zwischen den Erdplatten Ur-Afrika und Ur-Europa verläuft. Bei deren Kollision hatten die Kontinentalplatten vor 320 Millionen Jahren ein riesiges Gebirge aufgeworfen, das im Lauf der Erdgeschichte freilich wieder abgetragen ist.
Hier gibt es die Bilder vom Ausflug...
Die Hainbronner Besuchergruppe staunte über die Vielzahl der Exponate und der ausgestellten Bohrkerne. Besonders beeindruckend bei der Führung im Geozentrum war der Hinweis auf die Erdbebenforschung. Ein Blick auf einen Seismographen dokumentierte aktuell ein Erdbeben in Oregon (USA), die empfindlichen Sensoren zeichnen aber auch jedes Panzerschießen im nahen Truppenübungsplatz Grafenwöhr auf. Höhepunkt war eine Besichtigung des Bohrturmes.

Zwar verzichteten einige Teilnehmer auf die von Wolfgang Schötz organisierte schwindelige Stippvisite und blieben lieber auf dem Boden.Aber auch dafür gab der kundige Führer eine Antwort. Schließlich ist die Erdanziehung bei uns größer als anderswo.
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Artikel vom 28. Juli 2007

