Bauernhof von Kranken angezündet?

Die Geschehnisse um das Großfeuer in Hainbronn, bei dem am 6. Juni vergangenen Jahres ein Schaden in Millionenhöhe entstanden ist, kommen vor Gericht. Ab Montag, 26. Januar, muß sich laut den Nordbayerischen Nachrichten ein 39-jähriger wegen schwerer Brandstiftung vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte soll damals den Bauernhof seines Bruders in Hainbronn in Brand gesetzt und dabei einen Sachschaden von rund 700 000 Euro angerichtet haben. Die Zeitung: "Weil der Mann unter einer schweren Psychose leidet, wird die Staatsanwaltschaft in dem Verfahren voraussichtlich seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus anstreben."

Das Feuer in Hainbronn hatte für großes Aufsehen gesorgt. Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Bayreuth soll "der damals 38-Jährige dabei gegen 3 Uhr morgens das landwirtschaftliche Anwesen seines Bruders in Brand gesetzt haben, indem er einen in der Scheune gelagerten Strohballen mit einem Feuerzeug anzündete." Die gesamte Scheunenanlage und sämtliche Stallungen wurden damals vollständig zerstört, an die 20 Schweine und Rinder verendeten.
Auch Stallungen, eine Traktorgarage und zwei Wohnhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft wurden bei dem Großfeuer stark in Mitleidenschaft gezogen. Allein den Sachschaden an den Nachbarhäusern bezifferte die Polizei auf rund 60 000 Euro. Im Zuge der Löscharbeiten hatten drei Menschen aus dem Dorf sowie ein Feuerwehrmann Rauchgasvergiftungen erlitten. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Laut Staatsanwaltschaft Bayreuth "war der damals 38-Jährige aufgrund seiner Krankheit in seiner Wahrnehmung massiv gestört und konnte das Unrecht seiner Tat nicht einsehen." Weil der Mann "als allgemeingefährlich" gilt und mit weiteren Straftaten zu rechnen sei, soll er nun "auf unbestimmte Zeit in der geschlossenen Abteilung eines entsprechenden Krankenhauses untergebracht werden."
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Staatsanwaltschaft prüft Unterbringung des Angeklagten...
Artikel vom 24. Januar 2009









