Hainbronns letzter Bürgermeister tot
Georg Schmidt, Hainbronns letzter Bürgermeister ist tot. Der Landwirt starb im Alter von 85 Jahren.
Georg Schmidt stammt aus dem gleichnamigen Dorfgasthaus und wurde hier auch geboren. Schmidt arbeitete in der Landwirtschaft und musste im Zweiten Weltkrieg 1942 an die Front in Frankreich und Italien.
1945 kehrte er verwundet zurück und heiratete 1949 in den Neudorfer "Bertebauernhof" seiner Frau Margarete ein. Hier war er "mit Leib und Seele Bauer" für die 20 Hektar Land. Er baute die Bullenzucht aus und kümmerte sich um einen Milchkuhbestand.
Bei der Gemeinewahl 1972 wurde Schmidt in den Gemeinderat von Hainbronn gewählt. Nach dem Tod von Bürgermeister Adam Gebhardt wurde er 1974 dessen Nachfolger und leitete die Gemeinde bis zur Auflösung im Jahr 1978. Als Hainbronn zu Pegnitz geschlagen wurde, rückte Georg Schmidt für die CSU in den Stadtrat ein und gehörte dem Gremium bis 1984 an.
Der Landwirt war auch in vielen Gremien und Vereinen aktiv: Als die Zuchtgenossenschaft Neudorf-Willenberg gegründet wurde, war er sofort dabei. Schmidt stand außerdem der Neudorfer Dorffeuerwehr zur Seite und war von 1958 bis 1975 deren Kommandant.
Auch bei der Flurbereinigung wurde Schmidt erst in den Vorstand gewählt, dann an die Spitze gesetzt (1959 bis 1988). Für eineinhalb Jahrzehnte sorgte er daneben als Jagdvorsteher für Harmonie unter den Rechtlern. Schmidt hatte als Bürgermeister auch einen Sitz in der Pegnitz-Wassergruppe und sorgte für ein besseres Leitungsnetz in den Dörfern. Er setzte sich daneben im Bayreuther Tierzuchtamt ein und war im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank.
Artikel vom 14. Juli 2010

