Amerikanische Nacht - Dorf im Square-Dance-Fieber

 Square Dance nach amikanischer Art vor dem Gemeindehaus Hainbronn

Wo gibt es da noch: Mehr als 30 Jahre nach der Auflösung der Altgemeinde Hainbronn ist das Gemeindehausfest im Pegnitzer Ortsteil ein Magnet für viele Bewohner aus den umliegenden Dörfern, die seinerzeit noch zur Gemeinde gehörten. Traditionell steht das Fest unter einem ländertypischem Thema: Nach "Bella Italia" und der "Griechischen Nacht" ging es diesmal "stilecht" in die Vereinigten Staaten zu einer "Amerikanischen Nacht".

Der Pegnitzer vikar Florian Herrmann hielt die Festandacht

Vikar Florian Herrmann eröffnete das Fest vor dem Gemeindehaus mit einer Andacht. Getreu dem Motto der  "Amerikanischen Nacht" erinnerte er mit einem Dollar in der Hand, an die Hoffnung vieler Auswanderer im vergangenen Jahrhundert. Bei ihrer Übersiedlung hätten diese neben dem Glauben an Gott auch in der amerikanischen Währung die Freiheit gesehen.

Der Chor \"Lingua Musica\" beim Gemeindehausfest 2008

Musikalisch untermalt wurde die Andacht vom Chor "Lingua Musica" unter Leitung von Michael Starke. Der Chor ist neben den der Ortsfeuerwehr, dem Bastelkreis "Flinke Finger", dem Stammtisch "Gmaahaushocker", dem Schützenverein und den Fußballern von "Hainbronn Brazil" eine weitere Hainbronner Institution. Im Gemeindehaus haben die Sänger und Sängerinnen seit Jahren einen idealen Probenraum gefunden. Ihre Arbeit wurde vom Landkreis Bayreuth bekanntlich im Vorjahr bei der Verleihung des Kulturpreises mit dem Förderpreis belohnt.

Amerikanisch ging es auch bei einem Square Dance zu. Square Dance ist ein Volkstanz, der in den USA entstanden ist. Die verschiedenen Tanzfiguren basieren auf traditionellen Volkstänzen der verschiedenen Völker, die in die USA ausgewandert sind. Square Dance wird von vielen Menschen in aller Welt getanzt; nach Deutschland kam er durch die amerikanische Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Jeweils vier Tanzpaare der "Flinken Finger" und der "Gmaahaushocker" standen sich in einem Quadrat (Englisch Square) gegenüber und führten zur Musik typische Figurenfolgen aus. Die Ansagen (Calls) gab Roswitha Trumpp vom BBB-Tranzkreis der evangelischen Kirchengemeinde Pegnitz vor. Die Calls wurden dann zum Tanz zusammengefügt. Sie sind weltweit in englischer Sprache und genormt. So kann ein Tänzer aus Deutschland jederzeit ohne Schwierigkeiten zusammen mit Tänzern aus den USA, Japan, Dänemark oder anderen Ländern tanzen. "Klasse gemacht", lautete denn auch der Kommentar der Gäste, die den Auftritt mit viel Beifall belohnten.

Zu Westernmusik - typische amerikanische Gerichte

Typisch amerikanisch war denn auch das Essen. Anerkennung für soviel Engagement im Dorf gab es daher auch aus dem Pegnitzer Rathaus. Die Stadträte Hans Funk, Karl Lothes und Oliver Winkelmaier zeigten sich begeistert über die Vorbereitungen. Ihr Urteil: "Well done - gut gemacht".

Link:

Mehr über den Chor "Lingua Musica" gibt es hier...

Artikel vom 1. Juni 2008